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Stadt Radeberg

Rauch im April - muss das wirklich sein?

14/03/12

Die ersten Rauchschwaden zogen durch die Luft.
Es wurden bereits wieder verbotener Weise pflanzliche Abfälle verbrannt. Das kann teuer werden!

Aus diesem Grund folgen hier noch einmal wichtige Hinweise, mit der Bitte  um Beachtung!

Die Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Entsorgung von pflanzlichen Abfällen (Pflanzenabfallverordnung ) vom 25.  September 1994 sieht im § 4 die Möglichkeit vor, dass in der Zeit

vom 01. April bis 30. April und vom 01. Oktober bis  30. Oktober werktags

in der Zeit  zwischen 08.00 Uhr und 18.00 Uhr,

höchstens während  zwei Stunden  täglich

das Verbrennen ausnahmsweise zulässig ist.

Wie sind pflanzliche Abfälle zu entsorgen?

Pflanzliche Abfälle aus nicht gewerblich genutzten Gartengrundstücken(d. h. private Haus- und Kleingärten)  können ausnahmsweise verbrannt werden, wenn eine Entsorgung durch Verrotten, insbesondere durch Liegenlassen, Untergraben, Unterpflügen oder Kompostieren auf dem Grundstück wo sie anfallen nicht möglich oder nicht zumutbar ist.

Weiterhin besteht die Möglichkeit  die pflanzlichen  Abfälle durch eine geeignete mechanische Behandlung, wie beispielsweise Häckseln oder Schreddern aufzubereiten.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit  einer Entsorgung über die Bioabfalltonne oder die Abgabe an einem Grüngutannahmeplatz (aufgeführt im Abfallkalender des Landkreises Bautzen).

Die Pflanzenabfallverordnung wurde bereits 1994 erlassen. Inzwischen gibt es auch im Landkreis Bautzen ausreichend Entsorgungsmöglichkeiten, so dass davon ausgegangen werden kann, dass eine Unmöglichkeit bzw. Unzumutbarkeit  einer umweltschonenden und nachbarfreundlichen  Entsorgung nicht vorliegt und somit von der Ausnahmemöglichkeit nicht Gebrauch gemacht werden muss.

Muss im Einzelfall doch auf das Verbrennen zurückgegriffen werden, sind neben den bereits genannten Zeiten folgende Bedingungen einzuhalten: 

  • Es dürfen  keine Gefahren  oder Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft, insbesondere  durch Rauchentwicklung und Funkenflug eintreten. Das Verbrennen ist unter ständiger Aufsicht durchzuführen und ausreichend  Löschmittel sind bereitzustellen.
  • Zum Anzünden und zur Unterstützung des Feuers dürfen keine anderen Stoffe, insbesondere keine häuslichen Abfälle, Mineralölprodukte oder beschichtete oder mit Schutzmitteln behandelte Hölzer verwendet werden.
  • Zu Bundes-, Land- und Kreisstraßen sowie Lagern mit brennbaren Flüssigkeiten oder Druckgasen und von Betrieben, in denen explosionsgefährliche oder brennbare Stoffe hergestellt, verarbeitet oder gelagert werden ist ein Abstand von 100 Metern einzuhalten.

Bitte beachten Sie auch die Veröffentlichung des Umweltamtes des Landratsamtes Bautzen.