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Stadt Radeberg

Pilotprojekt "Ab in die Wachstumsregion Dresden" erfolgreich angelaufen

15/03/31

Rückkehr in die alte Heimat soll erleichtert werden

Gut vier Millionen Ostdeutsche haben zwischen 1989 und 2010 ihre Heimat gen Westen verlassen - auf der Suche nach einem Job, einer Ausbildungsstelle oder nach besseren Lebensbedingungen. Drei Viertel der Abgewanderten können sich laut einer Studie vorstellen, wieder in den Osten zurückzukehren.

Wie funktioniert das Pilotprojekt?

Es stellt sich die Frage: Warum nicht Rückkehr in unsere Region? Genau hier setzt das Pilotprojekt „Ab in die Wachstumsregion Dresden!“ an. Das Projektteam möchte Menschen genau die Informationen zur Verfügung stellen, welche für ihre Rückkehr von besonderer Bedeutung sind. Oft geben Familie und Freunde den Impuls, wieder in die Heimat zurückzukehren. So wie bei Familie Stuhr. „Wir wollten einfach näher bei Oma und Opa sein“, erzählt Stefanie Oppermann-Stuhr. Die Zahnärztin zog mit ihrem Mann Andreas und ihren Kindern Nele und Emma von Rosenheim nach Kamenz. Sie selbst arbeitet in der Uniklinik Dresden, ihr Mann hat eine Praxis in Kamenz eröffnet. Auch dieses Beispiel zeigt, dass viele der Menschen, die wieder in den Osten zurückkehren wollen, sehr gut ausgebildet sind. Diese Erfahrung haben auch die Projektverantwortlichen gemacht, denn unter den Rückkehrwilligen sind beispielsweise Ingenieure, Konstruktionsmechaniker sowie Büro- und Industriekaufleute. „Ein wichtiges Ziel des Projektes ist es, den Rückkehrinteressierten in unserer Region eine Perspektive zu bieten. Dazu gehört in erster Linie ein attraktiver Arbeitsplatz“, sagt Doreen-Charlotte Hantschke, Wirtschaftsreferentin der Großen Kreisstadt Kamenz. Deshalb gehen sie und ihre Kollegen aus den Projektpartner-Städten derzeit gezielt auf regionale Unternehmen zu, um frühzeitig von frei werdenden Stellen, perspektivisch anstehenden Unternehmensnachfolgen oder Ausbildungsplatzangeboten zu erfahren. Denn mit jeder bekannten Stelle steigt die Chance, dass Rückkehrwillige ihren Wunsch tatsächlich verwirklichen können. Über das auf der Website www.wachstumsregion-dresden.de zu findende Formular können Unternehmen ganz unkompliziert ihre nicht besetzten Stellen an das Projektteam übermitteln.

Viele machen mit oder unterstützen das Pilotprojekt

Initiiert wurde das Pilotprojekt durch die Großen Kreisstädte Kamenz und Radeberg. Seit dem offiziellen Projektstart im vergangenen August sind dem Netzwerk mit dem Landkreis Bautzen, den Städten Großenhain und Pulsnitz sowie dem Dresdner Heidebogen e.V. gewichtige Kooperationspartner hinzugetreten. Das Projekt führt alle relevanten Akteure, die für eine Rückkehr in die alte Heimat wesentlich sind, zusammen. Derzeit unterstützen die Agentur für Arbeit Bautzen, die Handwerkskammer Dresden, die Industrie-und Handelskammer Dresden und zahlreiche regionale Wirtschaftsunternehmen das Projekt. Da das durch das Sächsische Staatsministerium des Innern (Richtlinie zur Förderung der Regionalentwicklung) geförderte Projekt sich hervorragend auf weitere Kommunen übertragen lässt, sind weitere Kooperationspartner herzlich willkommen. Um das Projekt langfristig auf sichere Füße zu stellen, soll noch in diesem Jahr ein Projektmanagement, welches dann durch einen externen und in der Region gut verwurzelten Dienstleister ausgeführt wird, geschaffen werden. Ein entsprechender Fördermittelantrag wird gerade vorbereitet.

Weitere Informationen unter: www.wachstumsregion-dresden.de